Wenn die Tage kürzer werden und das Licht schwindet, fühlen sich viele Menschen müde, antriebslos und niedergeschlagen. Was umgangssprachlich als Winterblues bezeichnet wird, kann in manchen Fällen eine ernsthafte Winterdepression sein – in der Fachsprache saisonal abhängige affektive Störung.

was ist eine winterdepression?

Die Winterdepression tritt saisonal auf, meist im Herbst und Winter, und verschwindet im Frühjahr wieder. Sie ist mehr als nur schlechte Laune: Betroffene leiden unter einer gedrückten Stimmung, die sich über Wochen oder Monate hinziehen kann.

typische symptome

  • Niedergeschlagene Stimmung: von Gereiztheit bis hin zu depressiven Episoden
  • Erhöhtes Schlafbedürfnis und Tagesmüdigkeit
  • Antriebslosigkeit und Schwierigkeiten, morgens aufzustehen
  • Heißhunger auf Kohlenhydrate, besonders Süßes
  • Konzentrationsprobleme
  • Angstgefühle bis hin zu Angstzuständen

warum entsteht winterblues?

Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich spielen Lichtmangel und die damit verbundene Veränderung der Botenstoffe im Gehirn eine Rolle:

  • Weniger Sonnenlicht → weniger Serotonin (Glückshormon)
  • Mehr Dunkelheit → mehr Melatonin (Schlafhormon)

Das führt zu Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Stimmungstiefs.

wann zum arzt?

Wenn die Symptome stark ausgeprägt sind und den Alltag erheblich beeinträchtigen, ist ein Arztbesuch ratsam. Hinter den Beschwerden kann auch eine andere Form der Depression stecken.

was kannst du selbst tun?

  • Tageslicht nutzen: Spaziergänge auch bei bewölktem Himmel
  • Bewegung: Sport an der frischen Luft hebt die Stimmung
  • Soziale Kontakte pflegen: Treffen mit Freunden wirken stimmungsaufhellend
  • Vitamin D prüfen: Ein Mangel kann die Symptome verstärken

fazit

Der Winter muss nicht grau und trist sein. Mit Bewegung, Licht und sozialen Kontakten kannst du dem Winterblues aktiv entgegenwirken. Und wenn die Symptome stark sind: Hol dir professionelle Hilfe – du bist nicht allein.